Weg-Skizzen zum Forum A4

Pressegespräch, Mannheim, 19. März 2002
 

Das Forum A4 ist das Ergebnis eines zweijährigen Konsultationsprozesses der beiden Jesuitenkommunitäten von Ludwigshafen und Mannheim und der Provinzleitung der Oberdeutschen Provinz, in den ab der konkreten Planungsphase Herr Dekan Schroff von der Oberen Pfarrei (Jesuitenkirche) und die Schwestern des Ursulinenkonventes einbezogen worden sind.

Ausgangspunkt waren Überlegungen auf Seiten der Jesuiten, welches ihr spezifischer Beitrag im Zuge einer Neustrukturierung von Seelsorgeeinheiten und beim Aufbau einer pfarreiübergreifenden und –ergänzenden Pastoral (z.B. City-Seelsorge) sein könnte. Ebenso wurde im Orden überlegt, wo Schwerpunkte gesetzt werden müssen bzw. wie sich Werke und Arbeiten der Jesuiten national und international vernetzen ließen, um trotz einer zurückgehenden Zahl von Ordensmitgliedern dennoch effektiv arbeiten zu können. Die Idee von “Zentren” wurde diskutiert mit dem Ergebnis, dass der Rhein-Neckar-Raum neben den Räumen München und Nürnberg auch in einer künftigen einen deutschen Provinz unter einem Provinzial mit einem attraktiven Arbeitsfeld des Ordens erhalten bleiben soll.

Bei einer grundsätzlichen Offenheit für verschiedene Möglichkeiten wurde den Beteiligten sehr bald deutlich, dass eine Vernetzung jesuitischer Sendung in der Rhein-Neckar-Region und ihre wahrnehmbare Präsenz nicht um die Jesuitenkirche herumkommt, also um das sichtbare Zeichen einer älteren und jüngeren Tradition des Ordens in Mannheim. So wurde die langjährige Anwesenheit der Jesuiten an der Jesuitenkirche, vor allem in der sonntäglichen 11:30 Uhr-Messe, zum Ausgangspunkt für Überlegungen, wie für innovative Formen der Seelsorge - bei sich ändernden Bedürfnissen der Menschen in unserer modernen Gesellschaft - die Möglichkeiten und spirituellen Traditionen von Ordensgemeinschaften in einer neu zu konzipierenden Großstadtseelsorge fruchtbar gemacht werden können.

Hinzu kam die Wahrnehmung, dass Mannheim mit der Jesuitenkirche, dem Ursulinenkonvent und einer Schule in kirchlicher Trägerschaft über ein Ensemble von Einrichtungen verfügt (nicht zu vergessen das naheliegende Ökumenische Bildungszentrum Sanctclara und das Haus der Caritas), das bei pastoralen Planungen berücksichtigt werden will. Hier bot sich die Zusammenarbeit mit den Ursulinen an mit der Chance, ein Kooperationsmodell für gemeinsame Projekte von Ordensgemeinschaften zu versuchen.

Die Sondierungsgespräche und gemeinsamen Überlegungen von Jesuiten, Ursulinen, Dekanat und Pfarrei gingen dann auch in die Richtung, an der Jesuitenkirche ein gemeinsames Projekt anzusiedeln, das zunächst “Geistliches Zentrum” genannt wurde. Weil aber von Anfang an der Dialog mit einer weitestgehend säkularen Gesellschaft und Kirchenfernstehenden angezielt war, schien die Bezeichnung “Forum” besser geeignet zu sein, das Anliegen dieser Initiative wiederzugeben. Das Projekt heißt nun einfach “Forum A4”. Orientierung, Begegnung und Spiritualität benennen drei Schwerpunkte künftiger Arbeit.

Das Angebot und Programm von Forum A4 wird ein eigenes spirituelles Profil entwickeln, das sich von der klassischen Bildungsarbeit bestehender Institutionen unterscheiden wird.

Es zeichnen sich folgende Schwerpunkte an der Jesuitenkirche ab:

Im Bereich Ursulinen-Kloster und Gymnasium:

Forum A4 versteht sich darüberhinaus als spirituelle Service-Station für die Stadtkirche von Mannheim:

An diesem Forum arbeiten ab 1. November 2002:

Pater Werner Holter SJ
Pater Karl Weich SJ
Sr. Regina Hunder O.S.U. (“Oase Tabgha”)

Die Jesuiten beziehen eine Wohnung in A4, 2.

Das erste Programm des Forums A4 erscheint im September 2002 und wird in einer eigenen Pressekonferenz vorgestellt.


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